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Samstag, 23. August 2014

REKRUT WILLIE WINKIE

REKRUT WILLIE WINKIE

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Tonfilm Nr. 23: Ich wollte darüber schreiben, wie Zanuck seit seinem Antritt bei der FOX scherzte, dass er Ford einen Shirley-Temple-Film übertragen würde, wenn er nicht spurt, wohl wissend, dass Ford die Arbeit mit Kinderdarstellern hasste. Wie das Projekt aus dem Ruder geriet und plötzlich zu einer der großen FOX-Produktionen des Jahres 1937 wurde, zum teuersten Shirley-Temple-Film bis dahin. Wie Zanuck den vorgesehenen Regisseur abberief und plötzlich nicht mehr als bösen Scherz, sondern ganz ernst meinte, er müsse "seinen besten Mann darauf ansetzen". Wie Ford verlangte, seinen Kompagnon, Victor McLaglen, mitbringen zu dürfen, damit er es aushält mit einer Göre zu filmen. Wie Shirley Temple es schaffte, dass Herz John Fords zu erobern, da sie als 8-jährige (!) so viel schauspielerische Kompetenz und Improvisationsfähigkeit mitbrachte, dass Ford ihr nach der entscheidensten Szene den Arm umlegte und sagte: "Ich hatte nie Zweifel, dass wir Freunde werden, aber jetzt sind wir Kollegen." Dass Shirley Temple aufgrund dessen meinte, dass REKRUT WILLIE WINKIE ihr liebster Film sei, dass ausgerechnet Ford ihren komplexesten Film schuf und dass beide eine lebenslange Freundschaft verband.

Über all das wollte ich ausführlich schreiben, doch es erschien mir hinfällig als ich sah, wie Ford es jeden Einwand des Widerspruchs ob des Kitsches abwendend schafft, uns zu zeigen, wie ein Kind den Islam und das Christentum zusammenführen kann. Es war unglaublich, als beide Parteien banal erkannten, aufgrund des kindlichen Nachfragens, dass man sich vielleicht doch nicht ewig bekriegen und umbringen muss und sie beide Parteien versucht in eine neue Zukunft zu führen, auch wenn der Weg steinig ist und eine schwergängige Treppe hinaufführt.

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